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Das größte
Volksfest des Erzgebirges kann auf eine ganz besondere Tradition
verweisen.
Im Jahre 1519
wurde der außerhalb der Stadtmauern, hinter dem Hospital
gelegene Friedhof, durch Bischof Johann VII. von Meißen in
einer feierlichen Zermonie mit heiliger Erde aus Rom geweiht.
Eine päpstliche Bulle bestimmte, dass der Annaberger Gottesacker
gleichen Segen, Ablass und Vergebung spenden solle wie das
"Campo Santo" (heilige Feld) in Rom. Weiterhin wurde die
Hospitalkirche der Trinität (Dreieinigkeit) geweiht. Ab 1520
fand jährlich zum Trinitatisfest eine Wallfahrt zu Kirche und
Friedhof statt. Nach der Reformation (1539) wandelte sich der
Charakter des Festes, aus der Wallfahrt wurde zunächst ein
sommerliches Totenfest im evangelischen Sinne, später Jahrmarkt
und Rummel. |